Gesunde Darmflora, die Basis für eine stabile Gesundheit

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Grafik pixabay.com

Heute widme ich mich mal einem heiklen Thema unseren Darm.

Früher galt der Darm als Tabu Thema, doch heute weiß man bereits, dass der Darm 80% unseres Immunsystems ausmacht und das die richtige Darmflora entscheidend ist für eine stabile Gesundheit, für das Wohlbefinden und auch für unser Gewicht.

Du bist, was du verdaust!

Sicherlich kennen Sie den Spruch: Du bist, was du isst. Doch eigentlich heißen: Du bist , was du verdaust.

Der Darm ist entscheidend für unsere Nährstoffaufnahme in den Zellen, denn nicht in erster Linie was wir essen entscheidet über unsere Gesundheit sondern letztendlich was wir davon verdauen. Es nützt also nichts wenn man viel Gemüse und Vollkornprodukte isst, wenn der Dünndarm nicht in der Lage ist die Nährstoffe daraus aufzunehmen, landen die Nährstoffe leider ungenutzt im Klo.

Wenn wir beispielsweise ein Baum wären, dann wäre unser Darm unsere Wurzel. Der Dünndarm  ist der Ort, wo alle Nährstoffe aufgenommen werden, wo Nahrung in Einzelteile zerlegt wird, wo Hormone und Enzyme hergestellt werden. Somit hat das Organ „Darm“ eine weit wichtigere Funktion, als sich viele Menschen bewusst sind. Er besteht aus einer Vielzahl  lebender Mikro-Organismen, auch Darmflora genannt. Diese macht 2Kg unseres Körpergewichts aus

Wussten Sie,  dass in Ihrem Körper etwa 2 Kilogramm Bakterien leben? Wenn Sie sich überlegen, wie viel so ein Darmbakterium wiegt, dann können Sie sich ungefähr hochrechnen, wie viele Bakterien 2kg sind.

Genau, etwa 100 Billionen. Doch nicht alleine die Anzahl der Bakterien ist ausschlaggebend sondern auch die Vielfalt. So besteht eine gesunde Darmflora aus 600 verschiedenen  Bakterienstämmen und jeder einzelne Bakterienstamm  hat unterschiedliche Vorlieben.

Wissenschaftler haben zudem heraus gefunden, dass jedes Krankheitsbild eine andere Darmflora aufweist. So hat ein Diabetiker eine andere Darmflora wie beispielsweise ein Rheumapatient.

Die Artenvielfalt an Bakterien im Darm (Diversität) kann von Mensch zu Mensch stark variieren. Antibiotika-Gaben, Infektionen, zunehmendes Alter, eine einseitige Ernährung oder das Rauchen sind Ursachen einer abnehmenden Diversität. Dies geht zulasten unserer Gesundheit, oder anders gesagt, es fehlen uns für gewisse Aufgaben die Arbeiter dazu.

Wie erkenne ich, ob meine Darmflora gestört ist?

Um festzustellen, ob eine Störung in der Darmflora vorliegt, kann man eine Stuhlanalyse durchführen. Wem dies zu aufwändig und zu teuer ist: kann eine Störung auch bereits anhand bestimmter Symptome feststellen. Dazu zählen beispielsweise:

•Durchfall, Verstopfung, Blähungen
• Gereiztheit / Stimmungsschwankungen
• Depressionen
• Demenz
• Schilddrüsenprobleme
• Hautprobleme wie unreine Haut, Ausschläge, Schuppenflechten oder Neurodermitis
• Asthma
• Heuschnupfen
• Autoimmunerkrankungen wie Zöliakie, Hashimoto, Morbus Crohn oder Multiple Sklerose
• ADHS
• Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten
• Laktose- oder Fruktoseintoleranz
• Histamin-Unverträglichkeit
• Gelenkprobleme wie Arthrose, Arthritis
• Chronische Schmerzen
• Schlafprobleme
• Starker Appetit auf Süßes
• Alles, was mit Schleimhäuten zu tun hat (chronische Nebenhöhlenverstopfung oder auch wiederkehrende Blasenentzündung)
• Übergewicht

gute und schlechte Darmbakterien

Die Darmbakterien lassen sich – der Einfachheit halber  – in „gute“ und „schlechte“ aufteilen. Das heißt, die Bakterien haben unterschiedliche Aufgaben. Aber sie leben alle in uns drin, wie eine Gemeinschaft.

Doch eine aus dem Gleichgewicht geratene Darmflora wirkt sich nicht nur auf die Verdauung aus, sondern beispielsweise auch auf die Fähigkeit des Körpers, Hormone herzustellen und Nährstoffe aufzunehmen. Oder eben auch auf die Funktion unserer Immunabwehr, Entzündungsmechanismen und vieles mehr.

Die Darmschleimhaut bildet eine Schutzbarriere vor unerwünschten Bakterien, Pilzen und Giften. Ist diese Schutzschicht durchlässig, spricht man vom „Leaky Gut Syndrom, dem Löchrigen Darm. Dieser Zustand kann Entzündungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder auch Auto-Immunerkrankungen auslösen.

Somit ist es einfach nur ratsam, diesem Organ alle Aufmerksamkeit zu widmen, die es verdient.

 „Der Tod sitzt im Darm“ hat schon Hippocrates gesagt. Und somit wohl die Gesundheit auch.

Genau aus diesem Grund spielt das Thema Darmgesundheit so eine große Rolle in meiner Arbeit.

Doch nicht nur die Gesundheit kann sich durch eine Darmsanierung verbessern, so berichten meine Kunden auch, dass sich Ihre Geschmacksgewohnheiten verändern und Sie leichter abnehmen und Ihr erreichtes Gewicht auch leichter halten.

Wissenschaftler haben diesen Zusammenhang an Mäusen getestet, indem man Ihnen sogenannte Schlankmacher Bakterien indiziert hat mit dem Ergebnis, dass diese Mäuse trotz kalorienreichem Futter schlank geblieben sind. Diese Schlankmacher -Bakterien  erhöhen unter anderem die Fettverbrennung und bewirken, dass wir schneller satt werden. Die idealen Helfer also für die schlanke Linie!

Dagegen gibt es jedoch auch die sogenannten Dickmacher-Bakterien, die sehr gute Futterverwerter sind und beispielsweise noch aus unverdaubaren Ballaststoffen Energie herstellen können. Das kann bedeuten, dass Sie von gesundem Gemüse auf einmal dick werden, weil die Dickmacher Bakterien aus den Ballaststoffen Zucker und kurzkettige Fettsäuren aufspalten können und daraus Fett aufbauen kann. Mit anderen Worten: beim Verzehr der gleichen Nahrungsmenge werden je nach Zusammensetzung der Darmflora unterschiedlich viele Kalorien aufgenommen.

Das ist auch der Grund, warum Kalorienzählen nicht funktioniert und im Frust endet.

Die Darmflora kann man jedoch gezielt beeinflussen.

Antibiotika, Umweltschadstoffe, Narkosen während der OPs und verschiedene Medikamente zerstören die empfindlichen Schlankmacherbakterien und schwächen das Immunsystem.

Zucker, Weißmehlprodukte, tierisches Protein und stark verarbeitete Lebensmittel fördern das Wachstum von den Dickmacher-Bakterien.

Somit wird das empfindliche Gleichgewicht der Darmflora gestört. Mit einer gezielten Darmsanierung kann man das gesunde Gleichgewicht jedoch wieder herstellen.

Selbst Stars wie Leonardo Di-Caprio oder Gwyneth Paltrow sollen auf diesen körperlichen Frühlingsputz schwören. In Amerika sind Darmreinigungen und Darmsanierungen längst zum Trend geworden und auch hierzulande gewinnt die Darmgesundheit mehr und mehr an Bedeutung.

In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder gesundheitliche Verbesserungen durch die Darmsanierung. Meine Kunden  beschreiben daher, dass Sie keinen Heißhunger haben, sie einen regelmäßigen Stuhlgang haben, frei von Blähungen, Bauchschmerzen und Sodbrennen werden und auch belastbarer in Stresssituationen sind. Doch man braucht schon Geduld bis sich die Darmflora wieder aufbaut. Eine kleine Darmsanierung erstreckt sich über 3 Monate, empfehlenswerter sind jedoch  mindestens 6 Monate.

Eine Darmsanierung kann man jederzeit beginnen, jedoch ist gerade im Frühjahr und zum Ende des Herbsts die beste Zeit, da der Körper aufgrund von Stoffwechselumstellungen zu diesen Zeiten besonders gut entgiften kann. Denken wir also nicht nur an den Frühjahrsputz im Haus sondern auch an unseren eigenen Frühjahrputz in unserem Körper.

Wie  man eine Darmsanierung durchführt und was dazu nötig ist, verrate ich Ihnen gerne. Schreiben Sie mir dazu einfach eine E-Mail an fitimessen@gmail.com mit dem Betreff: Darmsanierung.

Bleiben Sie gesund. Ihr Ernährungscoach Janine Miaramanana

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